Evangelikale Medienagentur wirbt für AfD

Frühere CDU-Politikerin und Bürgerrechtlerin hält die AfD für wählbar
Wetzlar (idea) – Eine der ehemaligen führenden DDR-Bürgerrechtlerinnen, Vera Lengsfeld, hält die AfD für wählbar. Diese Ansicht vertritt sie in einem Beitrag für die Evangelische Nachrichtenagentur idea. Die 65-Jährige war von 1990 bis 2005 Bundestagsabgeordnete, zunächst für Bündnis 90/Die Grünen, ab 1996 für die CDU. Sie äußert sich in der idea-Rubrik „Pro und Kontra“ zur Frage, ob Christen die AfD wählen dürfen. Wie Lengsfeld schreibt, decken sich die inhaltlichen Forderungen der AfD in weitesten Teilen mit denen des CDU-Wahlprogramms von 2002: „Eine Warnung an Christen vor der Union hat es damals nicht gegeben.“ Nicht die AfD sei demokratiegefährdend, sondern der Umgang mit ihr. So würden Plakate zerstört, Wahlhelfer attackiert und Autos ihrer Politiker angezündet: „Es wird nicht debattiert, sondern diffamiert.“
Lengsfeld: „Deshalb stimme ich für eine starke Opposition“
Demokratie brauche aber Debatte und eine aktive Opposition. Beides hätten die Altparteien in den letzten Jahren vermissen lassen: „Deshalb stimme ich für eine starke Opposition.“ Lengsfeld kritisiert in dem Beitrag auch führende Repräsentanten der Kirchen. So warnten der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (beide München) „bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor der AfD“. Unvergessen sei, dass beide beim Besuch des Tempelbergs im Oktober 2016 in Jerusalem ihre Kreuze abgelegt hätten. Lengsfeld: „Ich wünschte mir, sie würden sich mit diesem Eifer für verfolgte Christen einsetzen.“


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