Linker kriecht bei Evangelikalen

„Linken“ Führung biedert sich bei rechten Kirchenkreisen an.
Nach Gregor Gysi und Frau Wagenknecht hat nun auch Dietmar Bartsch seine Liebe für christliche Werte und Kirche entdeckt. Ausgerechnet dem Zentralorgan der rechten evangelikalen Christen, IDEA, gibt er ein Interview. Gysi lief sogar auf einem Kongress evangelikalen Verleger auf.
Diese Leute, IDEA, Evangelische Allianz und deren Netze, propagieren sonst Prediger wie Olaf Latzel, Parzany und Hahne. Sie rufen zu Märschen für das Leben und zu Protesten gegen die „Ehe für alle“ auf. Sie protegieren, die „Christen in der AfD“ und zahlreiche ihrer Schreiberlinge veröffentlichen auch in der „Jungen Freiheit“. „Schwulenheiler“, GenderhasserInnen wie Frau Kelle erscheinen als VertreterInnen der wahren Bibelauslegung auf den Titelseiten ihrer Printmagazine.
Entweder Gysi und Bartsch haben erhebliche Informationsdefizite oder sie betreiben eine gezielte Anbiederung an die herrschenden Eliten in Staat und Zivilgesellschaft. Denn es gilt, wer auf Bundesebene mit regieren will, muss ein positives Verhältnis zu NATO, Marktwirtschaft und Kirchen haben.
Gysi und Bartsch wissen: Regensburger Spatzen, Missbrauchsfälle in Einrichtungen der katholischen Kirche rings um den Globus, Vermögen der Kirchen in Deutschland von 500 Mrd. Euro, Geschäfte des Vatikan mit der MAFIA sind ein unschlagbarer Nachweis für den Führungsanspruch der Kirchen in Sachen Moral und Ethik.

„Linke“-Fraktionschef Bartsch
Kampf gegen die Kirchen war falsch
Der Fraktionsvorsitzende der „Linken“ im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch.
Berlin (idea) – Der Kampf der SED gegen die Kirchen war falsch. Er hat Menschen geschädigt und christliche Werte zerstört. Das sagte der Fraktionsvorsitzende der „Linken“ im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch (Berlin), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Nach seinen Worten sind im Namen des Sozialismus Fehler und Verbrechen begangen worden. Dem müsse sich seine Partei stellen. „Die Linke“ setze sich seit 27 Jahren intensiv mit ihrer Geschichte auseinander, etwa den Mauertoten in der DDR. Bartsch: „Wir wollen keine Mauern mehr bauen – es sind andere, die das heute wollen.“ „Die Linke“ habe einen entscheidenden Wandel vollzogen: Sie wolle Veränderungen nicht durch eine Diktatur, sondern durch die Bevölkerungsmehrheit legitimiert vollziehen. Es könne keinen Sozialismus ohne Demokratie geben. Leider stünden die Sozialisten „derzeit noch mit dem Rücken an der Wand“. Die linken Bewegungen hätten im 20. Jahrhundert schwere Niederlagen erlitten und sich teilweise auch selbst delegitimiert. 100 Jahre nach der Sozialistischen Oktoberrevolution in der Sowjetunion werde die Linke auf das Scheitern reduziert und mit Dingen in Verbindung gebracht, mit denen sie nichts zu tun habe. Marx erfährt „Popularitätsschub“ Laut Bartsch erfahren die Lehren von Karl Marx derzeit aber wieder einen „Popularitätsschub“. Dies sei angesichts der Krise des Kapitalismus nicht verwunderlich. Bartsch: „Wäre die Bergpredigt bereits realisiert, bräuchte es keinen Sozialismus geben.“ Marx habe eine sehr präzise Analyse und Kritik des Kapitalismus vorgenommen und zähle zu den bedeutendsten Deutschen. Allerdings sei der Sozialismus derzeit nirgendwo eingeführt. Zwar gebe es in Ecuador, Bolivien und in Venezuela positive Entwicklungen, aber im Moment kein Land, in dem ein demokratischer Sozialismus verwirklicht wäre.
„Eine Gesellschaft ohne Glauben wäre sehr problematisch“
Bartsch äußerte sich auch über sein Verhältnis zum christlichen Glauben. Er habe eine „klassische DDR-Erziehung genossen“: Er sei evangelisch getauft worden und habe als Kind mit Freude in einer Kinderbibel gelesen. Später habe er Religion wie Karl Marx gesehen, also als „Opium für das Volk“. In den letzten 20 Jahren habe sich sein Verhältnis zur Religion deutlich gewandelt. Als Linker könne man der Bibel viele Denkanregungen entnehmen. Allerdings könne er den Satz „Ich glaube an Gott“ nicht sagen. Bartsch: „Aber ich finde, dass eine Gesellschaft ohne Glauben sehr problematisch wäre.“ Christliche Werte hätten viel gemein mit einer solidarischen und gerechten Gesellschaft. Bartsch: „Was Christen Nächstenliebe nennen, nennen wir Solidarität.“


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